Hospitieren im Kindergarten
Am Montag den 3. Mai wurde mir ein Einblick in den nicht ganz gewöhnlichen Kindergartenalltag gewährt - der erste Tag der diesjährigen Waldwoche. Leider war das Wetter alles andere als gnädig mit uns. Es war regnerisch und kühl. Zunächst machten wir uns "wetterfest". Zahlreiche Matschhosen wurden über die Gummistiefel gezogen und schließlich starteten Frau Guttmann, Stephanie, die Praktikantin Franziska und ich zusammen mit den Kindern der Eisbärengruppe in den Warngauer Wald. In Zweierreihen und sehr gespannt auf das was uns erwartet wanderten wir in ein Waldstück unweit des Kindergartens. Der Regen schien kaum jemanden zu stören. Im Wald errichteten wir unser Lager. Frau Guttmann wiederholte nochmals die wichtigsten Verhaltensregeln, es wurde gemeinsam gesungen und Brotzeit gemacht.
Nun konnte die Entdeckertour durch den Wald beginnen. Die Kinder waren eifrig bei der Sache. Äste wurden zu Schwertern oder Pfeil und Bogen. Mit Lupen wurden kleine Insekten, Baumrinden und vieles mehr untersucht. Natürlich waren auch die großen Pfützen sehr faszinierend und anziehend für die Kinder. Es wimmelte nur so von kleinen Fährtensuchern, Forschern und Sammlern. Die Mädchen und Buben spielten mit viel Freude und Fantasie. Einige Kinder bauten mit Frau Guttmann eine Zwergenhütte. Zum Abschluss gab es ein gemeinsames Lied und wir spazierten zurück zum Kindergarten.
Es war ein toller und kurzweiliger Vormittag. Für mich als Mama war es sehr interessant die Kinder und Erzieherinnen im täglichen Miteinander zu beobachten und für ein paar Stunden ein Teil der Eisbärengruppe zu sein. Ich konnte viele positive Eindrücke mit nach Hause nehmen.
Herzlichen Dank an Frau Guttmann, Stephanie und natürlich die Kinder die mich so herzlich aufgenommen haben.
Schulkinderseite
Liebe Eltern,
bereits im letzten Kindergartenjahr wurde die Schulkindergruppe gegründet.
Die Schulkinderbetreuung sieht folgendermaßen aus:
Die Kinder kommen nach der Schule in den Kindergarten. Dann dürfen sie noch bis 12:30 Uhr mit den Kindergartenkindern im Garten spielen. Um 12:30 Uhr bekommen die Schulkinder ihr Mittagessen und ab 13:00 Uhr beginnt für sie die einstündige Hausaufgabenzeit. Im Anschluss daran dürfen die Kinder am Nachmittagsangebot der Kindergartenkinder teilnehmen.
Die Schulkindergruppe hat jetzt einen Namen:
Die Orcawalgruppe
Und so kam es zu diesem Gruppennamen:
Wir, die Schulkinder und ich (Maria Stöckl) setzten uns zusammen und hatten ein Gespräch darüber, dass wir ja nun eine Gruppe sind, die auch einen Namen bekommen soll. Da im Kindergarten St. Johann alle Gruppen einen Namen vom Nord− oder Südpol haben, solte auch die Schulkindergruppe einen dazu passenden Namen bekommen. Wir überlegten uns also Tiere vom Nord− bzw. Südpol, die uns für die Bezeichnung der Schulkinder geeignet erschienen. So kamen wir auf die Polarfüchse, die Seebären und die Orcawale.
Durch Abstimmung, bei der alle Schulkinder teilnehmen konnten, entschieden wir uns für den Orcawal.
Somit heißt nun die Schulkindergruppe Orcawalgruppe. Damit sich die Schulkinder mit diesem Gruppennamen identifizieren können, gestalteten wir ein Gruppenplakat, worauf alle Schulkinder mit dem Orcawal zu sehen sind.
Sie können ab jetzt auf dem Titelbild der Eisschollenpot auch den Orcawal entdecken.
Anbau der Kinderkrippe (Beginn Frühjahr 2010)
Ab 2013 sind die Kommunen verpflichtet, Krippenplätze für Kinder unter drei Jahren bereit zu halten. Ich habe zusammen mit der Kirchenverwaltung Oberwarngau und dem Erzbischöflichen Ordinariat der Bitte der Gemeinde Warngau zugestimmt, eine Kinderkrippe mit zwei Gruppen zu je 12 Plätzen an den bestehenden Kindergarten St. Johann anzubauen. Somit können die Kinder an einem Ort ihre ersten Jahre außerhalb des Elternhauses gefördert und betreut werden. Ein Neubau an anderer Stelle würde nicht nur deutlich teurer, sondern würde für die Gemeinde bedeuten, die Trägerschaft mit allen über den bloßen Betrieb hinaus anfallenden Kosten übernehmen zu müssen. Ebenfalls müssten sich dann die Kinder schon in ihren ersten Lebensjahren an verschiedene Orte gewöhnen.
Die Planungen für die Kinderkrippe sind mittlerweile nahezu abgeschlossen. In enger Abstimmung mit den Behörden der Gemeinde, des Landeskreises, der Regierung von Oberbayern und dem Erzbischöflichen Ordinariat in München konnte eine gute Lösung gefunden werden.
Wie auf dem Lageplan ersichtlich wird die Krippe an der jetzigen Stelle des großen Holzspielgerüstes zwischen Kindergarten und Pfarrheim errrichtet. Der Gartenbereich wird auf der rückwärtigen Seite der Anlage neu angelegt und gestaltet und noch größer als bisher werden. Ebenfalls wird der große Parkplatz noch weiter ausgebaut, die Zuwegung zum Kindergarten, Pfarrheim und Pfarrhof wird neu gestaltet. Die ausgesprochen hohen Brandschutzauflagen und die Anforderungen der Sicherheit der kleinen Kinder und die mit dem Anbau der Krippe erforderlichen Umbauten im Bestand des Kindergartens erhöhen den Baupreis sehr. Insgesamt werden sich nach bisheriger Planung die Kosten des Neubaus auf ca. 800.000 € belaufen. Kostenträger ist allein die Gemeinde Warngau, die etwa 70 % der Kosten von der Regierung von Oberbayern refinanziert bekommt. Die Trägerschaft bleibt weiterhin in den Häden der Kath. Kirchenstiftung St. Johannes Oberwarngau, geleitet wird die gesamte Einrichtung mit dann ca. 110 Kindern von der bisherigen Leiterin Regina Eberl und ihren Mitarbeiterinnen. Die Bauleitung übernimmt das Planungsbüro Astrid Kunze aus Vagen.
Die Bauphase wir im kommenden Frühjahr beginnen und soll bis Anfang 2011 abgeschlossen werden. Soweit möglich, läuft der Betrieb des Kindergartens wie gewohnt weiter, der Haupteingang wird für die Dauer der Arbeiten zum Notausgang auf der Friedhofsseite verlegt, die notwendigen Baumaßnahmen im Kindergarten selbst sollen in den Sommerferien abgeschlossen werden. Beeinträchtigungen des üblichen Kindergartenbetriebes werden sich nicht verhindern lassen, Frau Eberl und ihre Mitarbeiterinnen werden aber gute Lösungen dieser Fragen finden.
Ich sehe die momentane Entwicklung der Kinderbetreuung mit gemischten Gefühlen. Einerseits ist klar, dass die wirtschafliche Situation von Familien heute nicht mehr die gleiche wie noch vor zehn Jahren ist. Viele Familien können nicht mehr von einem Einkommen leben, die Zahl der Alleinerziehenden wächst auch bei uns. Trotzdem bin ich der Meinung, das wenn es irgend möglich ist, Kinder in den ersten drei Lebensjahren bei den Eltern zu Hause aufwachsen sollen. Die Bindung an die Eltern wird in diesen Jahren grundgelegt und ist wesentlich für das Miteinander der Generationen in unserer Gesellschaft. Ob die Reaktion der Politik auf die wirtschaftlichen und gesellschaftspolistischen Gegebenheiten unserer Zeit mit dem Bau von Krippeneinrichtungen richtig ist, wird sich wohl erst in vielen Jahren zeigen. Ich bin mir sicher, in der neuen Krippeneinrichtung und unserem Kindergarten St. Johann in Oberwarngau finden die Kinder und Eltern gleichermaßen eine gute und förderliche Atmosphäre vor, die den Kleinen Hilfe und Inspiration für die ersten Schritte auf dem Lebensweg sein wird.
Pfarrer und Träger des Kindergartens St. Johann Oberwarngau

